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20.02.2009   => 1. Baubericht
2. Baubericht
Neubau von Umkleide-, Dusch-, Toilettenanlage- und Geräteraum einschließlich Terrassenüberdachung
Bilder:
UK_16 UK_22 UK_54
 
Probleme während der Bauzeitphase
Der Neubau mit Terrassenüberdachung ist nicht mehr auf dem Sportgelände zu übersehen. Nach ca. einjähriger Bauzeit (Planungsbeginn 2006, Baubeginn 21. 5. 2008)können nun bald die neuen Umkleideräume der Fußballabteilung bzw. zur allgemeinen Benutzung übergeben werden. Damit die Anordnung der ehemaligen Bauwerke nicht ganz vergessen wird, haben wir diese in der Fotozusammenstellung mit aufgeführt.

Der gesamte Bauablauf lief – wie bei jedem anderen Bauobjekt – mit mehr oder weniger großen Schwierigkeiten ab, die letztendlich immer wieder gelöst wurden. Die Probleme beim Erdaushub für die Abwasserleitungen, Gebäudefundamenten und Außenkanälen im Gelände waren durch das Fehlen von verbindlichen Bestandsplänen geprägt und dies bedeutete natürlich ein gewisses Risiko bei der Bauausführung. Außer einer abgerissenen Kaltwasserleitung der Schuhwaschanlage, das Durchtrennen von einigen Kabeln und der Bruch der Druckleitung für die Steuerung der Beregnungsanlage waren keine weiteren Störfälle zu melden. In diesem Zusammenhang denken wir immer noch an die unter Druck stehende Gasleitung für die Versorgung der Heizung des Vereinsheimes beim Ausbaggern der einzelnen Abschnitte.

Einen weiteren Problempunkt handelten wir uns selbst mit dem Bauamt der Stadt Nürnberg ein. Aus bautechnisch sinnvollen Gründen verschoben wir eine Außenwand um 60 cm in Richtung Sportlerhütte (Vermeidung einer Schmutzecke). Kaum hatten wir die ersten Steine gesetzt war schon die Baubehörde auf der Baustelle und machte uns darauf aufmerksam, dass wir einen „Schwarzbau“ (auch unter Androhung einer Strafe) durchführten. Nur durch das pragmatische und kooperative Verhalten des verantwortlichen Baugebiet-Betreuers der Stadt Nürnberg, konnte auch dieses Problem ohne großen Bauterminverzug bereinigt werde. Innerhalb kürzester Zeit haben wir die notwendigen Tekturpläne zur nachträglichen Genehmigung eingereicht.

Ein interner Punkt entstand auch durch die Forderung, dass während der Sommermonate die Flächen der Sportplätze beregnet werden mussten. Auf der anderen Seite musste aber die Anlage aus den alten Garagen entfernt werden, da ein Schutz vor Abbruchteilen nicht möglich war. Wir konnten es selbst nicht glauben, dass die Funktionstüchtigkeit der Komponenten (Beregnung, Flutlicht), die wir provisorisch auf der Terrasse abgelegt hatten wieder ihre Funktion erfüllten.
 
Stand der Ausbauarbeiten
Zur Zeit - 20.02.2009 - wird der Innenausbau der einzelnen Räume fortgesetzt. Bereits montiert sind:

- die abgehängten Decken
- die Heizkörper
- Vorwandinstallationen

Das Verlegen der Fliesen hat begonnen und wird in der 9.KW beendet sein. Der Restausbau ist bereits terminlich mit den Auftragnehmern besprochen und beinhaltet folgende Gewerke:

- Elektrische Endinstallation (Schalter, Steckdosen, Beleuchtung)
- Endmontage der Sanitäreinrichtung (Duschbrausen, WC,
  Waschbecken usw.)
- Einbau der Sitzbänke in den Umkleideräumen
- Einbau der Zugangstüren für die Umkleideräume
- Einbau der Türen im Bereich der Schaltanlagen.

 
Kurzbeschreibung der einzelnen Räume
Das neu erstellte Gebäude kann in drei Hauptbereiche eingeteilt werden:
 
Raumbereich 1: Umkleide- und Duschräume

- 2 getrennte, absperrbare Umkleideräume mit je einem Duschraum
  ausgestattet mit je 4 Brauseköpfen, automatischer Regelung
  der Wassertemperatur und automatischer Wasserabschaltung
- Fußbodenheizung in den Duschbereichen,
  ansonsten normale Flachheizkörper
- pro Umkleideraum ca. 10 m Banklänge mit entsprechenden Kleiderhaken
- Abluftgeräte in den Duschräumen
- Beleuchtung sowie die Lüfter werden über Bewegungsmelder gesteuert

Im Eingangsbereich wird in einer abschließbaren Nische die gesamte elektrische Schaltanlage  sowie die Steuerung der Beregnungsanlage montiert. Alle Verbindungsleitungen (Kabel, Rohre) führen dann von diesem Bereich über Schutzrohre  in Richtung Heizzentrale Vereinsheim, in Richtung A/B- Platz für Flutlicht Beregnung und  zur Sportlerhütte. Eine nachträgliche Verlegung von Kabeln oder Rohrleitungen ist durch diese Schutzrohre jederzeit möglich.
 
Raumbereich 2: Toilettenbereich
Dieser Raum beinhaltet in getrennten Bereichen 2 Urinale und ein Sitz-WC. Beleuchtung und Abluftanlage werden auch hier über Bewegungsmelder gesteuert. Alle Wand- und Bodenflächen sind gefliest. Ein vorhandener Gully   sowie Anschlussmöglichkeiten für einen Wasserschlauch erleichtern die Reinigungsmöglichkeiten der WC- Anlage.
 
Raumbereich 3: Geräteraum.
Dieser Raum dient zur Aufbewahrung der Fußbälle bzw. anderweitigem Gerät. Auch hier werden die Beleuchtung und das Abluftgerät über Bewegungsmelder gesteuert.
 
Allgemein:
Bei der Bauausführung der Bauwerke wurde darauf geachtet, dass durch bautechnische Maßnahmen langfristig ein Energieeinsparpotential erreicht wird. So erhält das Gebäude einen Vollwärmeschutz mit 10 cm Isolierungsdicke für die Kalksandsteinwände. Das Dach wurde mit 12 cm  Isolierdicke ausgeführt. Aber auch die Sohlplatte ist gegenüber dem Erdreich mit 16 cm Isolierung einschließlich der wasserdichten Schweißbahnen abgesichert. Automatisch schließende Duschbrausen sollen den Wasserverbrauch reduzieren. Ergänzend muss noch erwähnt werden, dass neben den Dachflächen des Neubaus und der Terrassenüberdachung auch beide Dachflächen des Vereinsheimes an die Zisternen der Regenwasserspeicherung angeschlossen wurden. Dies bedeutet, dass bei einer statistischen jährlichen Regenwassermenge von 600 l/m² im Bereich Nürnberg eine Wassermenge von ca. 200 m³/Jahr gespeichert werden kann.
 
Zusammenstellung der bisherigen Auftragnehmer:
Abbruch, Rohbau, Außenanlagen  Fa Heidingsfelder, Zirndorf
Neubaudach und Stahlbau für Terrassenüberdachung Fa AWN Nürnberg
Estricharbeiten EG Estrich, Fürth
Innenputz Fa Schwarzach, Wendelstein
E-Installation Fa Rippel,  Nürnberg/Weiherhaus
Sanitär/Heizung Fa Buckel, Nürnberg/Katzwang
Fenster/Türen Fa Lorenz, Nürnberg
Fliesenarbeiten Fa Heilmeier & Stettmeier
Schreinerarbeiten, abgehängte Decken Eigenleistung
Malerarbeiten Eigenleistung
   
Noch nicht vergebene Arbeiten:
- Isolieraußenputz (Angebote liegen vor)
- Trennwände WC
 
Abschließend möchte ich persönlich als sogenante „Bauleiter“ des Projektes erwähnen, dass nur durch die 100%ige Unterstützung der Vereinsleitung von Ralph Maier und Claude Felger sowie den SCW- Mitgliedern Willi Diezinger, Alfred Duswald, Hans Konrad, Herbert Lanzmich und Wolfgang Walz dieses Bauvorhaben durchgezogen werden konnte. Sicher werden auch wieder Kritikstimmen im Hintergrund zu hören sein, die es grundsätzlich anders gemacht hätten. Trotzdem bin ich der Meinung, dass diese Erweiterung auf der Grundlage der damaligen Planungsfestlegungen zu einer positiven Beurteilung der Sportplatzeinrichtung des SC Worzeldorf beitragen wird.
 
Autor:

Herbert Franke

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Last Update:  22.02.2009

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